Ladenschluss. Aktionsbuendnis gegen Nazis. http://ladenschluss.blogsport.de Stopp Thor Steinar Mon, 11 Dec 2017 14:40:06 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Kampf den rechten Strukturen – Das Ladenschlussbündnis ist zurück! http://ladenschluss.blogsport.de/2017/12/11/kampf-den-rechten-strukturen-das-ladenschlussbuendnis-ist-zurueck/ http://ladenschluss.blogsport.de/2017/12/11/kampf-den-rechten-strukturen-das-ladenschlussbuendnis-ist-zurueck/#comments Mon, 11 Dec 2017 14:40:06 +0000 Administrator Allgemein http://ladenschluss.blogsport.de/2017/12/11/kampf-den-rechten-strukturen-das-ladenschlussbuendnis-ist-zurueck/ 250 Neonazis greifen 2016 in der Wolfgang-Heinze-Str. in Connewitz Menschen, Geschäfte, Kneipen und Häuser an. In aller Regelmäßigkeit finden Veranstaltungen wie das rechte Kampfsportevent “Imperium Fight Championship” statt. Hinzu kommen Veranstaltungen wie die “Compact-Konferenz” oder rechte Verlage auf der Buchmessse. Jedes Jahr gibt es mindestens einen rechten Aufmarsch in der Stadt. Die Veranstaltungen und Aktivitäten der rechten bis rechtsradikalen Szene sind vielfältig. In Leipzig gibt es seit vielen Jahren gefestigte Neonazi-Strukturen im Bereich des Sports, im Sicherheitsgewerbe, der rechten Propaganda und Angebote für einen rechten Lifestyle. Die Aufmerksamkeit und der kollektive antifaschistische Widerstand dagegen hat spürbar abgenommen.

Wir möchten mit der Veranstaltung über aktuelle rechte und Neonazi-Strukturen in Leipzig informieren, mit euch darüber sprechen was Antifaschist*innen dagegen tun können und euch erzählen was das “Ladenschluss – Aktionsbündnis gegen Neonazis” in der Vergangenheit unternommen hat. Das Bündnis hat 2007 bis 2011 erfolgreich gegen eine Thor-Steinar-Filiale in der Innenstadt, gegen rechten Lifestyle und gegen Neonaziaufmärsche und -aktionen gearbeitet. Das Ladenschlussbündnis ist zurück und möchte mit euch gegen die rechten und Neonazi-Strukturen aktiv werden.

16.01.2018 im Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig),
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19 Uhr

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Thor-Steinar-Laden „Fighting catwalk“ in Leipzig-Reudnitz muss räumen – Erfolg gegen einen weiteren Versuch der Etablierung der bei Neonazis beliebten Marke http://ladenschluss.blogsport.de/2013/02/20/thor-steinar-laden-fighting-catwalk-in-leipzig-reudnitz-muss-raeumen-erfolg-gegen-einen-weiteren-versuch-der-etablierung-der-bei-neonazis-beliebten-marke/ http://ladenschluss.blogsport.de/2013/02/20/thor-steinar-laden-fighting-catwalk-in-leipzig-reudnitz-muss-raeumen-erfolg-gegen-einen-weiteren-versuch-der-etablierung-der-bei-neonazis-beliebten-marke/#comments Wed, 20 Feb 2013 21:40:08 +0000 Administrator Allgemein http://ladenschluss.blogsport.de/2013/02/20/thor-steinar-laden-fighting-catwalk-in-leipzig-reudnitz-muss-raeumen-erfolg-gegen-einen-weiteren-versuch-der-etablierung-der-bei-neonazis-beliebten-marke/ Ein reichliches Jahr nach seiner Eröffnung muss der Bekleidungsladen „Fighting catwalk“ seine Geschäftsräume im Täubchenweg 43b zum 31.3.2013 räumen. Dies teilte die Hausverwaltung dem Aktionsbündnis Ladenschluss mit.

Der Laden hatte im Dezember 2011 eröffnet und führt in seinem Sortiment neben allerlei Marken für Kampfsport-affines Klientel vor allem Artikel der Marke Thor Steinar. Thor Steinar ist hinlänglich dafür bekannt, gestalterisch Anleihen an nationalsozialistischer Symbolik, deutschem Kolonialismus und nordischer Mythologie zu nehmen. Die Marke gilt als Erkennungsmerkmal der Neonaziszene.

Nach der Eröffnung des „Fighting catwalk“ reaktivierte sich zu Anfang 2012 das Aktionsbündnis Ladenschluss, das sich 2007 aufgrund der Eröffnung der Thor-Steinar-Filiale „Tönsberg“ im Leipziger Zentrum gründete und dazu beitrug, dass diese 2009 geschlossen werden musste.

Der Höhepunkt der neuerlichen Aktivitäten des Ladenschluss-Bündnisses war eine antifaschistische Demonstration im März 2012, die auch am „Fighting catwalk“ vorbeiführte. Darüber hinaus kontaktierte das Bündnis die Verwaltung des Hauses im Täubchenweg 43b, die den Inhaber des Ladens aufforderte die Marke Thor Steinar aus dem Sortiment zu nehmen. Als dieser der Aufforderung nicht nachkam und sich auch einer Kündigung widersetzte, wurde am Landgericht Leipzig eine Räumungsklage eingereicht. Diese wurde am 31.1.2013 verhandelt und endete mit dem benannten Räumungsvergleich.

„Es ist überaus erfreulich, dass es ein weiteres Mal gelungen ist der Marke Thor Steinar Grenzen zu setzen. Da der Inhaber des Ladens weder auf problematisierende Ansprachen des Ladenschluss-Bündnisses und der Hausverwaltung bezüglich der Marke Thor Steinar reagierte, liegt nahe, dass er sich der politischen Aufladung der Marke bewusst ist und damit kein Problem hat.

Mit der Räumung des „Fighting catwalk“ wird ein weiterer Versuch der Etablierung eines öffentlichen Anlaufpunktes für Neonazis im Leipziger Osten vereitelt. Parallel zur Eröffnung des Ladens hatten einschlägig bekannte Leipziger Neonazis versucht in der Langen Straße, unweit des Täubchenweges, einen Anlaufpunkt in einer Wohnung zu schaffen. Auch dieser Versuch scheiterte aufgrund der öffentlichen Skandalisierung.

Es bleibt zu hoffen, dass VermieterInnen sensibel bleiben und es dem „Fighting catwalk“ nicht gelingt an anderer Stelle wiederzueröffnen.“

Leipzig, 20.2.2013

Presse:
- Geschäft in Leipzig-Reudnitz muss nach Protesten schließen – Thor Steinar im Angebot (LVZ-online, 20.2.2013)
- Nach Räumungsklage: Thor-Steinar-Laden schließt spätestens am 31. März (L-iz, 20.2.2013)

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Kraftvolle, erfolgreiche Demonstration gegen Nazis und rechte Alltagskultur im Leipziger Osten http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/25/kraftvolle-erfolgreiche-demonstration-gegen-nazis-und-rechte-alltagskultur-im-leipziger-osten/ http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/25/kraftvolle-erfolgreiche-demonstration-gegen-nazis-und-rechte-alltagskultur-im-leipziger-osten/#comments Sun, 25 Mar 2012 12:32:48 +0000 Administrator Allgemein http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/25/kraftvolle-erfolgreiche-demonstration-gegen-nazis-und-rechte-alltagskultur-im-leipziger-osten/ Am Sonnabend, den 24. März zogen mehr als 600 Menschen mehrere Stunden durch den Leipziger Osten und demonstrierten gegen Nazis und rechte Alltagskultur. Der Demonstrationszug führte durch die Stadtteile Reudnitz-Thonberg und Volkmarsdorf. Die vom Ladenschlussbündnis Leipzig und Freund_innen angemeldete und organisierte Demonstration setzte damit ein lautstarkes und deutliches Zeichen gegen die jüngsten Auswüchse des organisierten Nazismus, des Rassismus und anderen Diskriminierungsformen in Leipzig und insbesondere im Leipziger Osten.

In vielen Redebeiträgen, Durchsagen und Sprechchören wurden die Probleme benannt und an die zahlreichen Anwohner_innen und Passant_innen weitergegeben. Einen ersten Zwischenstopp machte die Demonstration vor der Kreuzstraße 14, dem Sitz der Kling Group. Diese hatte vor einigen Monaten an organisierte Nazis eine Wohnung in der Langen Straße 15 vermietet. Die Nazis, welche den Freien Kräften Leipzig zugeordnet werden können, versuchten in der Langen Straße 15, nach dem sie aus der Odermannstraße 8 ausziehen mussten, eine neue Bleibe und Treffpunkt aufzubauen. Anwohner_innen und Antifaschist_innen machten die Kling Group früh auf dieses Problem aufmerksam. Diese reagierte jedoch nicht auf den Vorfall und zeigte sich somit als Teil des Problems. Vor dem Sitz der Kling Group wurden diese Umstände bekannt gemacht und die Kling Group erneut aufgefordert, in Zukunft keinen Wohnraum mehr an Nazis oder RassistInnen zu vermieten.

Der nächste Stopp führte auf den Täubchenweg. Bei Hausnummer 43b schallten bereits antifaschistische Sprechchöre durch die Straße, zahlreiche Anwohner_innen hatten sich versammelt. An besagter Hausnummer existiert das Geschäft „Fighting Catwalk“, in welchem von Inhaber Christian Pohle vor allem „Thor Steinar“ vertrieben wird. Pohle ist ebenso kein unbeschriebenes Blatt. Er kämpfte für die Fighting Fellas, eine damals rechtsoffene Freefightvereinigung, welche u.a. im Jahr 2009 am brutalen Übergriff auf die Fans und Spieler_innen des Roten Stern Leipzig beim Spiel gegen FSV Brandis 05 beteiligt waren. Pohle versucht sich nun als Unternehmer für den Vertrieb von „Thor Steinar“ und andere bei Nazis und RassistInnen beliebte Marken. Der Stopp vor dem „Fighting Catwalk“ hatte zwei Überraschungen. Zum einen war der Laden geschlossen. Das hatte vermutlich mit einem Besuch von Vermummten am Vortag im Geschäft zu tun. Zum anderen durfte das Ladenschlussbündnis verkünden, dass der Vermieter des Geschäfts inzwischen Christian Pohle vor dem Landgericht Leipzig verklagt hat. Grund hierfür ist wie so oft, die fehlende Kundgabe des Mieters zur Absicht des „Thor Steinar“ Verkaufs in den Räumlichkeiten des Vermieters. Wegen ähnlicher Sachlage wurden bereits mehrere „Thor Steinar“ Läden gerichtlich gekündigt, u.a. auch das „Tönsberg“ in Leipzig. Nachdem es einen kleinen Abschiedssong für das sicher bald für immer geschlossene „Fighting Catwalk“ gab, zogen die Demonstrant_innen weiter gen Breite Straße.

Vor dem Ladenprojekt Atari gab es allerdings einen ungewollten Zwischenstopp. In der obersten Etage grüßten zwei Personen mit bengalischen Feuern die Antifaschist_innen und hielten ein Transparent auf dem Fenster. Die bis dato unauffälligen Polizist_innen nahmen dies zum Anlass, um ins Gebäude zu gelangen. Dies wurde jedoch verhindert und nach einiger Zeit konnte die Demonstration weiterziehen. Von der Demonstration ging zu keiner Zeit eine Eskalation aus, jedoch einige der eingesetzten Beamt_innen zeigten sich besonders störungsfreudig. Unverständlich blieb auch, wieso bei einer friedlichen Demonstration, bei besten Sonnenschein zahlreiche Beamt_innen in voller Montur auftreten mussten. Sachsens Demokratie lässt hier grüßen.

Nächstes Ziel der Demonstration war die Wurzener Straße. Hier befinden sich mindestens zwei Kneipen, deren Kundschaft entweder der Nazi-Szene angehört oder sich durch ein dumpfes rechtes, rassistisches Gedankengut auszeichnet. Vor der „Frankenstube“ wurde an ein besonders gravierenden Vorfall am 27. Dezember 2011 erinnert. Mehrere Besucher der „Frankenstube“ lieferten sich eine Auseinandersetzung mit einer Gruppe so genannter Russlanddeutscher. Die deutschen Rassist_innen jagten dabei die andere Gruppe durch die Wurzener Straße und riefen rassistische Parolen. Eine weitere Kneipe in der Wurzener Straße, der „Käfer“ wurde ebenso auf der Demonstration thematisiert. Im „Käfer“ treffen sich nicht nur stadtbekannte Nazis und rassistisches Klientel, hier gingen auch die Mörder von Kamal K., einem deutsch-Iraker, der 2010 vor dem Hauptbahnhof Leipzig von den Leipziger Nazis Marcus E. und Daniel K. erstochen wurde, ein und aus. Schon früher schlugen Besucher des „Käfer“ auf Personen ein, welche sie dem linken Lager zurechneten. Diese Beispiele einer rassistischen Alltagskultur sind bisher nur wenigen bekannt, so dass die Demonstration hier zur Aufklärung beitragen konnte.

Die Demonstration setzte ihren Weg in Richtung Torgauer Platz und Eisenbahnstraße fort. An der Kreuzung Herrmann-Liebmann Straße/Eisenbahnstraße gab es einen Zwischenstopp. Zahlreiche Anwohner_innen und Geschäfteinhaber_innen gesellten sich hinzu und hörten die Redebeiträge. Besonders an diesem Ort wurde deutlich gemacht, dass der Kampf gegen Rassismus nicht alleine den Kampf gegen Nazis von NPD bis Freie Kräfte bedeuten kann, hierzu gehört auch die Bekämpfung und Thematisierung eines in Leipzig weit verbreiteten Alltagsrassismus, sowie einer rassistischen Asyl- und Ausländerpolitik, deren Betroffene vor allem Migrant_innen sind. Die Demonstrant_innen zeigten sich solidarisch mit allen Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind. Gerade die Gegend Eisenbahnstraße wird in der Leipziger Öffentlichkeit immer wieder einzig mit Kriminalität, Drogen und allgemeinen Problemen betrachtet, dass viele der hier lebenden Menschen vor allem Betroffene von Rassismus, Nazigewalt und Diskriminierung sind, findet hingegen weniger Beachtung. Unter breiter Zustimmung der Passant_innen zog der Demonstrationszug weiter und bewegte sich über die Herrmann-Liebmann-Straße in Richtung Reudnitz-Thonberg.

Zwischendurch gab es weitere Redebeiträge, die u.a. auf den internationalen Aktionstag gegen Kapitalismus am 31. März 2012 in Frankfurt/Main hinwiesen. Hierzu organisiert die Gruppe – the future is unwritten – zwei Busse. Karten hierfür können im el Libro in der Bornaischen Straße 3d erworben werden. Außerdem gab es eine Grußbotschaft des AKuBiz aus Pirna. Der Verein arbeitet nicht nur seit vielen Jahren gegen eine rechte Alltagskultur in der Sächsischen Schweiz, er ist auch Erstkläger gegen die Extremismusklausel, welche Vereine und politische Bildung an das Extremismusschema der konservativ-liberalen Regierung binden soll. Auf Grund eines besonders brutalen Überfalls von Nazis auf eine Gruppe Musiker_innen in Delitzsch vergangenes Wochenende, wurde weiterhin zur gemeinsamen Fahrt nach Delitzsch zu einer antifaschistischen Demonstration am Sonntag, den 25. März 2012 eingeladen. Treffpunkt hierfür ist 12:45 Uhr am Hauptbahnhof Leipzig.

Die Demonstration fand mit einem Straßenfest im Lene-Voigt-Park, welches zusammen mit dem StuRa der Universität Leipzig organisiert wurde, ihren Abschluss. Viele Menschen blieben und füllten den Lene-Voigt Park bis zum Abend. Mit einem vielfältigen Programm sollte auch hier das Anliegen der Demonstration fortgesetzt werden.

Die Sprecherin des Ladenschlussbündnis Leipzig, Stephanie Kesselbauer sagte abschließend zur Demonstration

„Im Osten nichts Neues. Gegen Nazis und rechte Alltagskultur“: „Es ist uns heute gelungen, viele Menschen für die Probleme im Leipziger Osten zu sensibilisieren. Unser Ziel war nicht nur die Schaffung eines antifaschistischen Gegengewichts zu den jüngsten Auswüchsen des Nazismus und Rassismus in dieser Gegend, sondern ebenso eine Solidarisierungsbotschaft mit den Menschen, die sich täglich der Diskriminierung und den herrschenden Zuständen stellen müssen. Wir hoffen künftig auf nachhaltige Vernetzung und mehr antifaschistisches Engagement im Leipziger Osten.“

Die Redebeiträge zur Demo werden in den nächsten Tagen hier veröffentlicht.

Presseartikel gibt es hier

Wir danken nochmals allen Teilnehmenden der Demo und des Straßenfestes!

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Letzte Infos zur Demo am Sonnabend http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/23/letzte-infos-zur-demo-am-sonnabend/ http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/23/letzte-infos-zur-demo-am-sonnabend/#comments Fri, 23 Mar 2012 11:45:13 +0000 Administrator Allgemein http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/23/letzte-infos-zur-demo-am-sonnabend/ In wenigen Stunden ist es soweit: „Im Osten nichts Neues. Gegen Nazis und rechte Alltagskultur“ – Antifaschistische Demonstration im Leipziger Osten

Am Mittwoch, den 21.03. fand bereits eine spannende und kontroverse Podiumsdiskussion im 4Rooms statt. Erfreulich viele Menschen nahmen daran teil. Der Ansatz unserer Demonstration, nicht alleine die organisierten Nazistrukturen von NPD bis Freie Kräfte zu bekämpfen, sondern ebenso den alltäglichen Rassismus und andere Diskriminierungsformen als Problem wahrzunehmen und entsprechende Gegenkonzepte aufzufahren, fand breiten Anklang. Des Weiteren wurde festgestellt, dass Rassismus und Nazismus kein alleiniges Problem des Leipziger Ostens darstellen, sondern dass sich hier vielmehr eine Kontinuität in der jüngeren Geschichte der Stadt Leipzig feststellen lässt. Gleichwohl, haben sich insbesondere im Stadtteil Reudnitz-Thonberg in den letzten Wochen zum Teil gravierende Szenen abgespielt, die unmissverständlich deutlich machten, dass der Leipziger Osten ein Problem mit Nazis, mit Rassismus hat. Dagegen wollen wir am Sonnabend, den 24. März gemeinsam demonstrieren und uns solidarisch mit allen Betroffenen der Nazigewalt und des Rassismus zeigen.

Start ist 12 Uhr am Friedrich-List Platz. Von dort geht es in Richtung „Fighting Catwalk“ und Lange Straße nach Volkmarsdorf und dann zurück über die Eisenbahnstraße und Dresdner Straße zum Lene-Voigt Park.

Die Demonstration hat einen grundsätzlich offenen Charakter. Wir bitten aber darum, Parteifahnen und Parteisymboliken im hinteren Teil der Demonstration zu tragen. Des Weiteren weißen wir darauf hin, dass sexistische, homophobe und sonstwie diskriminierende Sprüche nicht geduldet werden. Um eventueller polizeilicher Repression nicht zuzuarbeiten, würden wir euch ebenso bitten, eure Digitalkameras und Smartphones nicht für Fotos und Videoaufnahmen zu nutzen. Es wird Personen geben, die Fotos anfertigen und diese anschließend im Netz veröffentlichen.

Für den Fall von Polizei-Repressionen wird es einen Ermittlungsausschuss (EA) geben, den ihr unter folgender Nr. erreicht: 0341-2119313. Den EA-Leipzig findet ihr auch im Internet.

Für alle eure Fragen und Bedürfnisse könnt ihr euch an unsere OrdnerInnen oder den Lautsprecherwagen wenden.

Die Demonstration endet mit einem Straßenfest gegen 16 Uhr am Lene-Voigt Park. Dort wird es musikalische, kulturelle und politische Beiträge geben. Für einen kleinen Imbiss ist ebenso gesorgt.

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Aufruf in verschiedenen Sprachen, Jingle, Presseberichterstattung – Heraus zur Demo! http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/22/aufruf-in-verschiedenen-sprachen-jingle-podiumsdiskussion-heraus-zur-demo/ http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/22/aufruf-in-verschiedenen-sprachen-jingle-podiumsdiskussion-heraus-zur-demo/#comments Thu, 22 Mar 2012 10:58:59 +0000 Administrator Allgemein http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/22/aufruf-in-verschiedenen-sprachen-jingle-podiumsdiskussion-heraus-zur-demo/ In wenigen Tagen heißt es „Im Osten nichts Neues. Gegen Nazis und rechte Alltagskultur“. Wir demonstrieren gemeinsam durch den Leipziger Osten und setzen ein lautstarkes, unüberhörbares Zeichen gegen Rassismus, Nazismus und andere Diskriminierungsformen. Für die Demonstration gibt es inzwischen zahlreiches Mobilisierungsmaterial.

++ Am 22.3.2012 schreibt die LVZ über unsere Demo und kategorisiert sie als „Antifa-“ und „Groß-“-Demo. Vergangene Woche erschien bei Radio Blau ein Interview mit uns, in dem wir Intentionen und Hintergründe der Aktionen ausführlicher und realitätsbezogener dargestellt haben. Pressemitteilungen und Berichterstattungen über Demo und Kampagne sind hier zusammengestellt. ++

Ebenso seit letzter Woche können wir euch den Aufruf in russischer Sprache anbieten, den Aufruf in Englisch gibt es bereits seit enigen Wochen. Außerdem haben wir einen Jingle für Radio und Internet produziert. Wenn ihr noch die letzten Tage nutzen wollt, um auf euren Blogs für die Demo zu werben, könnt ihr Banner (Hochformat, Querformat) herunterladen.

Nach der Demo findet ab 16 Uhr im Lene-Voigt-Park ein Straßenfest statt. Es gibt Musik, DJanes und Djs, Essen und Trinken, Infostände und hoffentlich tolles Frühlingswetter.

Am 21. März fand im 4 Rooms um 18:30 Uhr eine Podiumsdiskussion zum Anlass und Gegenstand der Demo statt. An die 70 Menschen besuchten die Veranstaltung, bei der verschiedene Akteure aus dem Leipziger Osten und der Stadt Leipzig diskutierten.

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Pressemitteilung, 14.3.2012 http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/14/pressemitteilung-14-3-2012/ http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/14/pressemitteilung-14-3-2012/#comments Wed, 14 Mar 2012 14:00:32 +0000 Administrator Presse http://ladenschluss.blogsport.de/2012/03/14/pressemitteilung-14-3-2012/ Die Häufung von Naziaktivitäten und diskriminierenden Ereignissen im Osten Leipzigs nahm das Ladenschluss-Aktionsbündnis gegen Nazis zum Anlass sich mit antifaschistisch und zivilgesellschaftlich Engagierten im Osten zusammenzuschließen, im März starten erste gemeinsame Aktionen.

Seit Dezember 2011 ist der Leipziger Osten verstärkt als Aktionsfeld von Neonazis in den Fokus gerückt. Am Anfang stand die Eröffnung des Ladengeschäftes „Fighting catwalk“ im Täubchenweg 43b, in dem hauptsächlich Bekleidung der bei Neonazis beliebten Marke Thor Steinar verkauf wird. Wenig später erwies sich, dass bekannte Gesichter der Leipziger Neonaziszene in der Langen Straße 15 einen „Szene“-Treffpunkt errichten wollten. Weiterhin häufen sich rassistische und diskriminierende Ereignisse in diversen Lokalitäten im Stadtteil, z.B. in der Frankenstube in der Wurzner Straße. Nicht zuletzt wusste der Verfassungsschutz im November 2011 zu berichten, dass die neonazistischen „Freien Kräfte“ Räumlichkeiten in der Wurzner Straße als Treffpunkt nutzen, nachdem sie ihr Domizil im NPD-Zentrum in der Odermannstraße 8 in Lindenau geräumt hatten.

Diese Häufung von Ereignissen nahm das Ladenschluss-Aktionsbündnis gegen Nazis zum Anlass sich mit antifaschistisch und zivilgesellschaftlich Engagierten im Osten zusammenzuschließen und gemeinsam aktiv zu werden.

Mit der Öffentlichmachung des Nazitreffpunktes in der Langen Straße 15 konnte dabei ein erster Erfolg erzielt werden: der Eigentümerin des Hauses, die Kling-Group, gab dem öffentlichen Druck nach und kündigte den Nazimietern.

Da der Inhaber des „Fighting catwalk“ der Aufforderung des Ladenschluss-Bündnisses die Marke „Thor Steinar“ aus dem Sortiment zu nehmen nicht nachkam, hat das Ladenschluss-Bündnis inzwischen mit dem Eigentümer des Hauses Täubchenweg 43b aufgenommen. Dieser zeigte sich über das Sortiment seines Mieters wenig erfreut.

„Wir laden alle, die sich gegen organisierte Nazis, Alltagsrassismus und Diskriminierung engagieren wollen, zur Beteiligung an unseren Aktionen ein. Ein erstes Ziel dabei ist natürlich die Schließung des „Fighting catwalk.“, erklärt Stefanie Kesselbauer, Sprecherin des Ladenschluss-Aktionsbündnisses gegen Nazis. „Vielmehr aber geht es uns aber darum einen grundsätzlichen Bewusstseinswandel zu befördern. Nur wenn mehr Menschen bereit sind sich aktiv mit dem Naziproblem und mit weit verbreiteten diskriminierenden und menschenverachtenden Einstellungen auseinanderzusetzen, können diese Ideologien wirksam zurückgedrängt werden.

Leider verhallten antifaschistisches und zivilgesellschaftliches Gegenwirken bei einem Großteil der BewohnerInnen des Stadtteils ungehört, als der Leipziger Osten in der Vergangenheit zentrales Aktionsfeld von organisierten Nazis war. Im Gegenteil: 2008 schlossen sich zahlreiche Menschen den von Nazis angeführten Demonstrationen anlässlich eines Sexualmordes an einer Minderjährigen an und forderten Hand und Hand mit ihnen die „Todesstrafe für Kinderschänder“.“

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion sollen am 21.3.2012, 18:30 Uhr im 4rooms im Täubchenweg 26 die Entwicklungen im Osten nachvollzogen und Gegenstrategien gegen organisierte Nazis und gegen alltägliche Diskriminierung diskutiert werden. Im Podium sitzen: VertreterInnen der Bürgerinitiative Buntes Reudnitz, des Ladenprojektes Atari, eines MigrantInnenvereins sowie der Stadt Leipzig.

Am 24.3.2012 findet die Demonstration „Im Osten nichts Neues. Gegen Nazis und rechte Alltagskultur“ statt. Sie beginnt 12 Uhr am Friedrich-List-Platz und mündet in einem vom StudentInnenrat der Universität Leipzig veranstalteten Straßenfest im Lene-Voigt-Park. Dort gibt es für Vereine, Initiative etc. die Möglichkeit sich mit Infoständen und Angeboten zu präsentieren. Außerdem gibt es Redebeiträge, live-Musik und veganes Essen.

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