Die NPD-Jugendorganisation JN, die große personelle Schnittmengen zu den so genannten „Freien Kräften“ aufweist, demonstrierte am heutigen Samstag, 25.10. weitestgehend ungehindert durch die Leipziger Stadtteile Schönfeld und Sellerhausen. Wie erwartet lag ihr Mobilisierungspotential über den angemeldeten 80 Teilnehmern, bei ca. 200.
Besonders brisant: die vom Ordnungsamt der Stadt genehmigte Route führte auch an der Gedenkstätte für Zwangsarbeiter in der Permoserstraße 15 vorbei. Ein Affront für die, die sich dort aktiv um das Gedenken an die tausenden an KZ-Häftlingen bemühen, die in dem genau an diesem Ort angesiedelten HASAG-Rüstungs-Konzern ausgebeutet wurden. Den wenigen, die dort trotz alledem wahrnehmbar dafür eintraten, dass so etwas nie wieder geschehen darf, sei aus vollem Herzen gedankt.
Auch an einem Einkaufsmarkt, direkt an der Route der Nazis versammelten sich um die 80 BürgerInnen aus dem von der Nazidemo betroffenen Stadtteil. Rund 300 Menschen beteiligten sich an der antifaschistischen Demonstration „Keinen Bock auf Volksgemeinschaft. Für Freiheit und Menschenwürde“. Kraftvoll – und trotzdem zu wenig für eine Stadt wie Leipzig – die sich als zivilgesellschaftliche Hochburg bezeichnet.
Mindestens die sechste Demonstration zogen die Nazis am heutigen 25.10. in Leipzig durch. Immer wieder hetzen sie dabei gegen MigrantInnen, linke Politik und zelebrieren eine gruselige „Volksgemeinschaft“.
Für uns ist klar: unsern Hass, den könnt ihr haben, unser Lachen kriegt ihr nie!