Ladenschluss-Bündnis unterstützt Offenen Brief gegen jeden Extremismusbegriff

Seit Anfang des Jahres 2008 sind die außerparlamentarische Linke sowie links-alternative Kulturprojekte in Sachsen wieder einmal Ziel einer Diffamierungskampagne, die durch das Innenministerium Sachsen, angeführt von Albrecht Buttolo, ins Rollen gebracht wurde. Mit einem offenen Brief wenden sich verschiedene Einzelpersonen und Organisationen aus Politik, Kultur und Wissenschaft gegen die Gleichsetzung von linken Projekten Politik und Gesellschaftskritik mit Nazis.

Das „Ladenschluss-Bündnis“, das sich aus Anlass der Eröffnung einer Thor-Steinar-Filiale in der Leipziger Innenstadt gegründet hat und darüber hinaus vielfältig gegen rechte Ideologien, Aktionen und Lifestyle aktiv ist, ist in seinem Wirken selbst immer wieder mit dem Extremismus-“Theorem“ konfrontiert: sei es wenn die Forderung nach einem Verbot des Tragens von „Thor-Steinar“-Bekleidung mit der Forderung nach einem damit einhergehenden Verbot linker Symbolik beantwortet wird oder das in letzter Zeit aus dem Bündnis organisierte Engagement gegen Nazidemos in die Nähe „linksextremistischer Gewaltexesse“ gerückt wird. Das insbesondere von der Leipziger Volkszeitung (die Tageszeitung mit Monopolstellung im Raum Leipzig) in Permanz kolportierte Schema nach dem es eine demokratisch lupenreine Mitte der Gesellschaft gäbe, die von den linken und rechten Rändern bedroht wird, sitzt tief. Im Schlepptau dieses Modells kommt es immer wieder dazu, dass rechte, menschenverachtende Einstellungen verharmlost werden.

Um diesem an Boden gewinnenden Paradigma entgegenzutreten schließt sich das Ladenschlussbündnis dem Offenen Brief der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff an.

>>> LESEN: Gegen jeden Extremismusbegriff. Linke, antifaschistische Politik und Kultur sind nicht „extremistisch“, sondern extrem wichtig!


Wir sind zu ladenschluss.blogsport.eu umgezogen. Bitte aktualisiere deine Lesezeichen und/oder informiere die verweisende Seite!